Tag 5

09.05.2018

Die Leiden des jungen Volvo


Griechenland am Rastplatz. Zwischen 6 und 7 werden wir doch tatsächlich durch den Lärm der arbeitenden Gesellschaft geweckt! In Griechenland! Vor 7 Uhr! Das Blumengeschäfft scheint zu boomen.
Während die einen Kaffee kochen suchen die anderen noch Holz für das trojanische Pferd, welches in Anwesenheit des Bürgermeisters von Canakkale übergeben werden soll.
Alles verstauen und Richtung Türkei. Nach Ereignislosen Kilometern erreichen wir die türkische Grenze. Auffälliger Unterschied zu den bisherigen Grenzübergängen sind die installierten Krähenfüße, kein Weg zurück.
Nächster Halt: Fähre nach Canakkale. An der 1. Fähre angekommen stellen wir fest: falscher Ort und falscher Hafen - Klassiker. 
Also noch weiter Richtung Süden bis zur richtigen Fähre. Just in time erreichen wir den Hafen und legen keine Minute nach abstellen unserer Schrottmühlen ab.
In Canakkale angekommen werden schnell die Pflicht Fotos geschossen. Der Plan war möglichst schnell zum Fahrerlager und einfach mal chillen...
Jetzt nur noch die letzte Route zum trojanischen Pferd und ab ins Camp.
Nach dem ersten Foto ist es dann soweit. Motor wieder angelassen und das vertraute quietschen des Keilriemen genossen. Wie immer braucht der Volvo ein paar hundert Meter bis das quietschen aufhört und der Keilriemen "eingeschwungen" ist.
Diesmal dauerte es länger als normal und das Ende des quietschen wurde begleitet von sämtlichen Warnleuchten und aufkochendem Kühlwasser... Der Keilriemen hat endgültig seinen Geist aufgegeben. Alle roten Lämpchen leuchten oO...
Zum Glück kommt der Volvo kurz vor einem Parkplatz zum stehen. Kühlwasser kocht leicht über, sonst nichts. Ein genervter Grisly empfiehlt uns den ADAC zu rufen oder sonst wie den Karren wieder zum laufen zu bekommen. Er fährt auf jeden Fall die Strecke erstmal weiter ab und schießt die Pflicht Fotos. Bis dahin sollte der Volvo wieder laufen.
Also ADAC angerufen und erklärt was los ist. Als die Frage nach dem aktuellen Standort aufkommt wird s knifflig... Also zum nächsten Parkeinweiser gegangen und gefragt, auf englisch, Mehmet kann aber kein englisch... Da hör ich nur noch den ADAC Kollegen schreien, ob da jemand ist der türkisch spricht. Also Mehmet das Handy in die Hand gedrückt und abwarten was raus kommt. Nachdem Mehmet 15 Minuten mit dem ADAC Mitarbeiter geplaudert hat gibt er mir das Handy wieder und fängt an selbst zu telefonieren. Währenddessen gibt mir der ADAC Mann die guten Nachrichten weiter. Mehmet kennt zufällig jemanden der eine Volvo Werkstatt hat und ruft den Kollegen jetzt an damit er herkommt und den Keilriemen wechselt. Falls das nicht klappen sollte würde der ADAC uns in die nächste Werkstatt schleppen. Erleichterung kommt auf, denn keine 20 min später ist Mehmets Freund schon da und hat die passenden Ersatzteile dabei. Weitere 15 Minuten später ist der Volvo wieder fahrbereit - perfekt.
Grisly kurz informiert, dass wir wieder fahren können - der T4 ist in ca. 30 Minuten fertig mit der Bilder Strecke. Also bauen Fabi und Michi in der Wartezeit schon mal das trojanisches Pferd, welches morgen früh feierlich dem Bürgermeister der Stadt übergeben werden soll. Als das Pferd fast fertig ist kommt auch schon der T4 um uns abzuholen. Endlich können wir zum Fahrerlager düsen. Dort angekommen stellen wir erfreut fest, dass es hier ein Schwimmbad mit den weltbesten Duschen von Welt gibt. Geduscht und glücklich, dass fast alles perfekt lief bis jetzt - Zeitverzögerung durch die Panne nahezu 0, wurde der Grill angeschmissen und das Bier ausgepackt. Mit dezentem Rausch im Gesicht ging der Tag dann auch zu Ende.

Gefahrene km ca. Tbd