Tag 2

06.05.2018

Kilometer müssen wir machen....


Bedeckter Himmel in Traunstein.
Erstmal nen Kaffee! Nach einem kurzen Plausch mit dem Platzwart geht's los. Also Zelt zusammen packen, Vordersitz freiräumen und ab auf die Piste.
Als Tagesziel haben wir den Ort Zadar an der kroatischen Adriaküste angepeilt.
Voller Zuversicht starten wir wohl genährt und ausgeschlafen um ca 10:00 Uhr.
Die von uns ausgewählte Strecke ging erstmal durch Österreich.
Was wir bald bereuen werden...
Vorerst ging es durch ein paar Bergpassagen mit der gewohnten Geschwindigkeit von max. 60 km/h.
Am Millstätter See haben wir zum erstmal Rast gemacht und haben dort auch ein außergewöhnlich gutes kostenloses Örtchen gefunden.
Dann ging das Abenteuer Österreich erst richtig los! Nach stundenlanger Steigung kamen wir an eine Stelle wo unser geliebter T4 einen neuen negativ Rekord aufgestellt hat. Mit ganzen 25 km/h Spitze im ersten Gang sind wir den ca. 15 km langen Bergpass förmlich hoch gedüst. Die Massen an Auto- und Motorradfahrer haben sich tatsächlich bis ins Tal angestellt um unsere künstlerisch bemalten Autos anzuschauen. Dies haben sie uns beim vorbeifahren mit ununterbrochenem hupen gewürdigt. Die österreichischen Sonntagsfahrer haben halt ein Gespür für Kunst.
An einer Skipisste vorbei ging es allmählich zur slowenischen Grenze die wir um ca. 16:20 Uhr am Loiblpass passiert haben. Dort verbrachten wir die zweitschönsten drei Stunden des Tages mit von Kaff zu Kaff eiern.
Um 19:25 Uhr kamen wir an die Grenze zu Kroatien an wo wir eine "gründliche" Grenzkontrolle bestehen mussten.
Um 19:28 Uhr waren wir in Kroatien.
Nun ging es über unvollendete Landstraßen zu einem Dschungelgleichen Wald, dessen Schlaglöcher wir in alter Rallyemanier ausgewichen sind als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Nach dem Urwald kamen wir schlagartig zu einem malerischen Ödland das so aussah als hätte es sich Karl May persönlich ausgedacht. Diese verließen wir über eine serpentinenartige Straße in Richtung Küste. Dort wurde uns klar, dass wir unser festgelegtes Ziel nicht erreichen werden und haben uns kurzerhand dazu entschlossen an einer kleinen Bucht bei Karlobag unser Lager aufzuschlagen. Es verging nicht viel Zeit da kamen wir zum zweiten mal in Kontakt mit der kroatischen Polizei. Diese hat aber nur rein routinemäßig unsere Papiere kontrolliert und wollte eigentlich nur wissen warum zur Hölle unsere Autos so ausschauen wie sie nun mal ausschauen.
Dann ging der fünfzehnstündiger Tag auch zu Ende und als kleines extra hat sich Grisly überlegt die Ukulele kaputt zu machen. Er war wohl der Meinung, dass wir zu schnell mit unseren Rallyeaufgaben fertig werden - davon haben wir nebenbei bemerkt noch keine einzige gemeistert.

Gefahrene km ca. 634